UMBAU EFH TANN

Die Kernzone von Tann erhebt sich zu einer Hügelkuppe, auf welcher in stolzer Aussichtslage und in direkter Nachbarschaft zum Dorfschulhaus dieses Einfamilienhaus aus den 40er Jahren steht. Es handelt sich um ein Haus mit vielen Winkeln, einem kapellenähnlichen Anbau und zwei Firstrichtungen, welches die Familie Studer ab Herbst 2013 bewohnen möchte. Die Herausforderung besteht darin, das Raumprogramm für eine 5-köpfige Familie zu erweitern und eine grosszügige Wohn-Ess-Situation zu schaffen, ohne den Charme dieses massgeschneiderten “Scherenschnitts” zu zerstören.

Beide Firstbalken werden auf die gleiche Höhe angehoben, sodass unter dem neuen Dach mit grosser Lukarne ein weiteres Zimmer und Bad Platz finden. Die Dachkonstruktion bleibt in ihrer verästelten Form, ähnlich einer Baumkrone, über den Schlafzimmern sichtbar.

Das Erdgeschoss wird freigespielt; Das Entfernen von Wänden und die Reorganisation der Küche ermöglichen grosszügige Öffnungen in der Südfassade, so dass die Aussicht über Tann hinweg bis in die Glarner Alpen ungestört genossen werden kann.

Ein heller, gespachtelter Boden und weisses Holzwerk vor blau gestrichenen Wänden empfangen den Besucher in unerwarteter Frische.

Die Farbigkeit der Fassade unterstreicht das Spielerische des Hauses. Das Holzwerk und die vielen ungleichen Fenster werden in strahlendem Weiss hervorgehoben und erinnern an skandinavische Holzhäuser. Wärmetechnisch werden die beheizten Räume rundherum neu isoliert, wodurch der Energieverbrauch um 50% gesenkt werden kann.

Unsere Dienstleistungen:Architektur, Bauleitung, Kostenkontrolle
Zeitraum: Planung 2012, Bezug 2013
Fläche beheizt: 145m2
Bauherr:Familie Studer-Siegenthaler
Fotografie: Heinrich Helfenstein und Seraina Wirz